Osteopathie

Gesundheit zu finden sollte die Aufgabe sein –

Krankheiten kann jeder finden“ 

(Andrew Taylor Still D. O.)

Die Osteopathie ist eine manuelle Therapieform, die den Organismus in seiner ganzheitlichen Struktur versteht und behandelt. Sie ist eine Philosophie, eine Wissenschaft und eine Kunst. Als Philosophie ist der Mensch ein ganzheitliches Wesen, dem alle Möglichkeiten der Selbstheilung und Gesunderhaltung innewohnt. Das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Körpersystemen ist die optimale Voraussetzung für Gesundheit.

Wissenschaftlich beinhaltet sie die Erkenntnisse der chemischen, physiologischen und biologischen Wissenschaften im Dienst der Gesundheit, Prävention, Heilung und Verbesserung von Krankheiten.

Die Kunst ist es, die philosophischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in der osteopathischen Behandlung anzuwenden.

Zu mir selbst in meiner Art als Therapeutin:

Ich habe mich in meinem therapeutischen Wirken bewusst nicht spezialisiert. Ganz einfach, weil Leben alle Phasen durchläuft. Somit hat jede Phase ihr eigenes Entwicklungspotential. Ich hole Sie da ab, wo Sie stehen. Da ist es egal, ob Sie akut erkrankt sind oder chronisch mit Einschränkungen der Lebensqualität zu tun haben, Sport-Hasser, gestresster Manager, Handwerker, Hausfrau oder frisch gebackene Mama oder Vater mit Säugling sind, ein aktiver Pensionär oder aktiver Sportler. Auch den letzten Weg des Lebens zu begleiten, ist mir nicht fremd.

Ich erarbeite mit Ihnen zusammen ein individuell abstimmtes Behandlungskonzept.

Weitere Informationen zur Osteopathie und ihrer Geschichte finden Sie auf der Seite der

BAO – Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie (www.bao-osteopathie.de).

Zudem finden Sie auf zahlreichen Internetseiten der gesetzenlichen Krankenkassen, die osteopathische Behandlungen bezuschussen, Anwendungsbereiche für diese Therapie.

Link zu Krankenkassen und Berufsverbänden: www.ostepkompass.de

Die Begriffe Osteopathie, osteopathische Medizin und osteopathische Behandlung beschreiben im Bereich der Alternativmedizin verschiedene Krankheits- und Behandlungskonzepte.

In Europa werden darunter unterschiedliche befunderhebende und therapeutische Verfahren verstanden, die manuell, also mit den bloßen Händen des Behandlers ausgeführt werden. Die Bezeichnungen „Manuelle Medizin“, „Manualtherapie“, Chirotherapie und „Chiropraktik“ werden teils synonym gebraucht.

Wissenschaftliche Wirkungsnachweise gibt es nur für wenige der Indikationen, die der Osteopathie zugeschrieben werden. Im angloamerikanischen Sprachraum, speziell in den USA, steht der Begriff Osteopathy für ein Diagnose- und Therapiekonzept, das auf den US-Amerikaner Andrew Taylor Still zurückgeht. Still prägte 1885 auch den Begriff Osteopathy. Stills Konzept beruht zumindest teilweise auf Annahmen, die im Widerspruch zu modernen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen stehen. Die in den USA existierende Ausbildung zum „Osteopathischen Arzt“ (D.O., Doctor of Osteopathic Medicine) orientiert sich allerdings an der wissenschaftlichen Medizin. Seit jener Zeit hat sich die Osteopathie kontinuierlich weiterentwickelt, in den USA, ebenso wie in Europa und anderen Teilen der Welt. Persönlich würde ich anmerken, dass diese Weiterentwicklung eine Konsequenz darstellt; gab es doch historische Begrifflichkeiten ohne wirkliches perzeptives Wissen und Erfahrungen der Perzeption ohne Begriff.

Begonnen hat vor rd. 140 Jahren Andrew Taylor Still mit seiner Suche nach Möglichkeiten Krankheiten zu heilen. Im geschichtlichen Kontext gab es schlicht keine Medikamente oder Operationen. 

Still wurde als Osteopath und Philosoph nie müde, seine Schüler zu lehren:

„Behalten Sie vor Ihrem inneren Auge die ganze Zeit ein lebendiges Bild, das Bild des normalen Körpers, während Sie den kranken behandeln“

Still‘s Schüler Wiliam G. Sutherland fand heraus, dass der Schädel  aus beweglichen Knochen besteht. Diese Beweglichkeit ist in allen Knochen des Körpers wiederzufinden. Die Hypothese nach  Sutherland hat Rollin E. Becker D.O..weiter entwickelt. Damit verbunden, gab es viele Änderungen in der begrifflichen Erfassung des Primären Respiratorischen Mechanismus ( Breath of Life). 

Sutherland /Rollin Becker haben viele namenhafte Osteopathen wie Viola Fryman, Nicolas Handoll, Magoun usw. geprägt.

Wollen wir den [physiologischen Mechanismus] verstehen, müssen wir verstehen und fühlen wie er sowohl im Status der Gesundheit, wie auch der Krankheit funktioniert. Wir müssen durch ihn lernen. Wir müssen so funktionieren, wie der Mechanismus funktioniert. Wir müssen denken wie er denkt. Und wir müssen das mit unseren eigenen Händen erfahren. Wir müssen es als lebendige Funktion erfahren, um die Art und Weise zu verstehen, wie der betreffende Körper bei guter Gesundheit agieren würde. Wir dürfen die Symptome nicht ausforschen, wir müssen uns überall in diesem lebendigen Körper umsehen, um herauszufinden, was er möchte und wie er leben möchte.“ (R.E. Becker) zitiert aus der Übersetzung von www.jolandos.de (29.10.19)

Dieses physiologisches und therapeutische Modell basiert auf klinischer Anatomie, der direkten Perzeption der Naturgesetze, der therapeutischen Macht der „Dynamic Stillness“, der unwillkürlichen Autokorrektur und der Selbstheilungskräfte im Körper. 

Die Hypothese beschreibt vor allem ein Autoregulationsphänomen, welches an die ursprüngliche „Potency“ und an die Intention des „Breath of Life“ gebunden ist.

Die Form des menschlichen Körpers hängt von innen heraus vom Leben ab; sie ist ein Ausdruck des Bewusstseins des „Breath of Life“, der diese aktiviert indem er die „fluids“ des Körpers durchdringt . Sie ist der Vorläufer der Funktion und der Struktur. Leonardo Da Vinci hat die Anatomie, „lebendige Geometrie“ genannt. Auch die Embryologen , insbesondere E. Blechschmidt (Prof. M.D.) und R. F. Gasser (Ph.D.) sind sich, in ihrem Werk „Biocinetics and Biodynamics of Human Differenciation“ bewusst, dass Kräfte im Innern der „fluids“, die die Form des menschlichen Körpers kreieren, vorhanden sind. Diese Kräfte sind nicht durch genetische Felder kontrolliert, sondern durch die Primäre Respiration und ihre verschiedenen Ebenen der Ausdrucks- und Erscheinungsform , welche die Prozesse des Lebens unterstützen.
Aus (http://www.dynamic-stillness.de/www.dynamic-stillness.de/Osteopathie.html … /  31.10.19)

Auf dem ersten Blick scheint die Osteopathie immer wieder neu entdeckt zu werden. Ich vertrete allerdings die Meinung, dass die heutigen Kenntnisse der biodynamischen und evolutionären Osteopathie „DIE RÜCKKEHR ZUM GRUNDLEGENDEN KERN IN DER OSTEOPATHISCHEN WISSENSCHAFT“  ist, somit ist die Osteopathie heimgekehrt zur Osteopathie von Andrew Taylor Still.

In diesem Sinne ist neben der heute modernen Osteopathischen Ausbildung auf zwei vermeintlich weitere Zweige der Osteopathie zu blicken: der Biodynamik (geprägt durch James Jealous) und die evolutionäre Osteopathie (www.morphologicum.org)

Ich erhebe keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit und Zeitgenauigkeit in der Darstellung der Geschichte. Möge sich jeder selber genauer informieren. Ich bin allerdings der Meinung, dass der Überblick für den interessierten Laien , der eigenständig recherieren möchte, mehr als gegeben ist.

Die Osteopathie vertritt als Philosophie und Behandlung eine ganzheitliche Form der Medizin, dass der menschliche Körper als Einheit funktioniert.  Aus dieser Einheit generiert der Körper die individuelle Fähigkeit der Selbstregulation bzw. Selbstheilungskräfte.

Die Körperfunktionen stehen in unmittelbarer Verbindung mit seinem Herkunftsgewebe/-Ort und den umliegenden Geweben (Muskulatur, Knochen, Nervensystem, Gefäße, Organe,….) .

Osteopathie kann als eine manuelle Untersuchung und Therapie von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates, der inneren Organe und des Nervensystems beschrieben werden. Die Harmonie aller Körpersysteme  ist sehr wichtig, um die Selbstregulation im gesamten Organismus aufrecht zu erhalten. In der Osteopathie wird der Mensch somit in seiner Gesamtheit betrachtet und behandelt.

Behandlungsansatz

Ist die Beweglichkeit bestimmter Körperregionen eingeschränkt, entstehen aus Sicht der Osteopathie zunächst erhöhte Gewebespannungen. Diese resultieren in einer Minderversorgung der betroffenen Strukturen, daraufhin folgen Funktionsstörungen. Die Summe dieser Fehlfunktionen kann der Organismus ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr kompensieren – es entstehen Beschwerden.

An dieser Stelle setzt die osteopathische Behandlung an. Sie hat zum Ziel, vorliegende Dysfunktionsmechanismen im menschlichen Körper aufzuspüren, zu lösen und somit die körpereigene Selbstregulation zu unterstützen.

Aus rechtlichen Gründen darf ich an dieser Stelle keine spezifischen Anwendungsbeispiele nennen oder näher auf Indikationen und Symptome eingehen. Es könnte als Heilversprechen gewertet werden. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis. 

Wenn Sie, liebe Patientin und lieber Patient, wissen möchten, ob Osteopathie auch bei Ihrem Beschwerdebild eine Option sein könnte, dann rufen Sie mich an.

Die osteopathische Behandlung ist ganzheitlich orientiert und integrativ. Sowohl akute als auch chronische Beschwerden sind einer osteopathischen Behandlung zugänglich. Nicht nur bei Rückenschmerzen wendet sich die Osteopathie an Menschen aller Altersstufen vom Säugling bis zum Rentner. Funktionelle Störungen (können Auslöser für strukturelle Störungen sein und vice versa), akute als auch chronische Schmerzen, nach traumatischen Ereignissen wie zum Beispiel Unfällen, Verletzungen, Operationen, etc. können unterstützend behandelt werden.

Sie hat das Ziel, die gestörte Regulation des Organismus wiederherzustellen. 

So können zum Beispiel folgende Beschwerden Hinweise auf funktionelle Störung geben:

bei Säuglingen und Kindern:

  • Schrei- und Spuckkinder
  • der Schiefhals, eine Fehlhaltung des Kopfes nach einer Seite
  • Trinkschwäche
  • Asthma
  • Koordinationsstörungen
  • Skoliose
  • Kopfschmerzen


bei Erwachsenen:

  • Bewegungssystem:
    Beschwerden an der Wirbelsäule und den Gelenken, zum Beispiel Rücken-, Nackenschmerzen, muskuläre Verspannungen, „Hexenschuss“, Schulter-Arm-Probleme, Kniegelenks- und Fußbeschwerden, kompensatorische Unterstützung bei degenerativen Erkrankungen, nach Verletzungen und Operationen
  • HNO-Erkrankungen und Erkrankungen im Zahn-Mund-Kiefer-Bereich:
    bei Schwindel, Tinnitus, Kopfschmerzen, Migräne, Beschwerden im Mund-Zahn-Kiefer-Bereich
  • Internistischer Erkrankungen:
    bei Verdauungsbeschwerden, Magenbeschwerden, Lungenleiden wie Asthma, chronische Bronchitis, bei Allergien, chronische Müdigkeit, Störungen des Immunsystems, lymphatische Stauungen
  • Gynäkologie:
    z. B. bei Menstruationsbeschwerden, klimakterischen Beschwerden, in der Schwangerschaft, nach Geburten
  • Urologie:
    chronische Blasenbeschwerden, Prostatabeschwerden
  • Stress- und Traumaerkrankungen:                                                                                        
    Burn-out, Schleudertrauma